Gesundbrunnen

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Uferstudios, Foto: UdK Berlin

Der Name des Ortsteils Gesundbrunnen bezieht sich auf eine mineralhaltige Quelle, der heilende Eigenschaften nachgesagt wurden. Vor dem Mauerbau war die Badstraße eine der Haupteinkaufsstraßen Berlins und aufgrund ihrer Nähe zum S-Bahnhof Schönhauser Allee besonders beliebt bei Ost-Berlinern.

Zu weltweiter Berühmtheit gelangte der Grenzübergang Bornholmer Straße am 9. November 1989, da dort zuerst die Paßkontrollen eingestellt wurden und Tausende DDR-Bürger über die Bornholmer Brücke nach West Berlin gelangten. Der Fall der Mauer, der DDR und später der Sowjetunion wurde eingeläutet. Bilder eines vereinten Deutschlands flimmerten aus Gesundbrunnen über die Fernsehbildschirme der Welt.

Heute ist Gesundbrunnen ein ethnisch bunt gemischter Stadtteil, der sich zwischen Hochhaussiedlungen, kleinen Kulturinitiativen und Baklava-Bäckereien seinen ruppigen Charme bewahrt hat.
Gesundbrunnen ist aber auch Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen in die Luftschutz- und Atombunker und die legendären Fluchttunnel aus der DDR. Die "Berliner Unterwelten“ bieten neben den Führungen durch die verschlungene Stadt unter der Stadt auch das sehenswerte Unterweltenmuseum an.

In der Kolonie Wedding, einem Netzwerkverbund von Kunstprojekträumen im Soldiner Kiez, laden KünsterInnen regelmäßig zu Ausstellungseröffnungen und Rundgägen in ihre Projekträume und Ateliers ein. Gleich um die Ecke kann man in der Fabrik Osloer Straße verschiedenste soziale und kulturelle Projekte wie etwa ein Kindermuseum besuchen. Die imposanten Räume des ehemaligen Luisenbades beherbergen heute eine öffentliche Bibliothek und werden zu Recht als architektonisches Juwel des Gesundbrunnens angesehen. 

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