Männer tanzen

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Männer Tanzen

Das Projekt bildet den Auftakt einer langfristigen Kooperation zwischen Centre Français de Berlin, Martin Nachbar (Choreograf) und Gabi dan Droste (Regisseurin, Theaterpädagogin). Mit verschiedenen Aktivitäten soll die Performanceszene für Kinder- und Jugendliche, die andernorts gerade einen regelrechten Boom erfährt, in Berlin gemeinsam entwickelt und generationen-übergreifend erlebbar gemacht werden. Zusätzlich wollen wir aber auch ältere Bürger erreichen und so ein Performance-und Choreografiezentrum etablieren, in dem es über diese Kunstform zu einem produktiven Austausch zwischen den Generationen kommen kann. Wichtig ist uns dabei die lokale Verankerung im Kiez gekoppelt mit der internationalen Anbindung an ein existierendes Netzwerk verschiedener Theaterhäuser.

Der Tanz-Workshop lädt ein, gemeinsam zu frühstücken und die öffentliche Performance MÄNNER TANZEN anzuschauen. Nach der Vorführung findet der Tanz-Workshop statt, bei dem Jung und Alt zusammen kommen. Es werden Bewegungs- und Erzählthemen aufgegriffen, um sie selber auszuprobieren.

Über das Stück

Wieso tanzen Männer eigentlich? Mal abgesehen davon, dass diese Frage für alle Menschen, also auch für Frauen, zu stellen interessant wäre: Was bringt Männer dazu, sich in diesem immer noch mehrheitlich von Frauen aufgesuchten Berufsfeld zu bewegen? Antworten darauf gibt es wahrscheinlich so viele wie Männer, die tanzen. Und sicherlich sind diese Antworten auch in den Tänzern selber versteckt. Eine komplexe Angelegenheit. Zwei Männer, Martin Nachbar und Felix Marchand, stellen sich der Herausforderung. Sie werden synchron oder kontrapunktisch, in körperlichem Kontakt oder getrennt voneinander tanzend und auch still stehend, sitzend oder liegend – über ihre Beweggründe zu tanzen sprechen: Wie hat alles angefangen? Warum? Wieso haben wir weitergemacht? Was bewegt uns jetzt, Tänze zu machen und damit auf die Bühne zu gehen? Lohnt sich das? Was macht man, wenn man älter wird? Und vor allem: Macht das überhaupt Spaß, so als Mann auf der Bühne herumzuhüpfen? Das Stück spricht nicht allein von Männern und Berufstänzern. Es handelt auch und vor allem von der Lust zum Tanzen, von Schüchternheit, von Unterstützung und davon, wie wir unsere Wünsche wahrmachen können. MÄNNER TANZEN könnte also auch anders heißen: MENSCHEN TANZEN zum Beispiel oder LEUTE IN BEWEGUNG.

Choreografie:  Martin Nachbar | Tanz:  Martin Nachbar, Felix Marchand | Dramaturgie/Assistenz:  Zoe Knights, Benjamin Pohlig und Gabi dan Droste | Kostümberatung: Erika del Pino

Eine Produktion im Rahmen der Tanzspielzeit Podewil.

--> HIER <-- der Trailer zum Stück!

 

Über Uns

Gabi dan Droste ist tätig im Tanz und Theater für junges Publikum und in Projekten der Kulturellen Bildung als Projektentwicklerin, Dramaturgin, Spielleiterin/Co-Regisseurin in Berlin und andernorts tätig. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind vor allem die Koordinierung kollektiver Entwicklungsprozesse im Grenzbereich zwischen visuellem und Körpertheater sowie partizipativer Strategien und performativer Spielweisen. Die Perspektive und Rechte von Kindern, die Schaffung eines Theaters für alle sowie die Auseinandersetzung mit Wahrnehmungs- und impliziten Wissensformen spielen eine zentrale Rolle in ihrem Schaffen.

Martin Nachbar ist international agierender Choreograph aus Berlin. Mit seiner Inszenierung der Rekonstruktion von Dore Hoyers Affectos Humanos mit dem Titel Urheben Aufheben (2008) setzte er konzeptionelle und künstlerische Maßstäbe im Reenactment von Tanz. Seine choreographischen Arbeiten touren weltweit und werden vielfach gefördert. Er ist einer der vom Goethe-Institut gelisteten 50 Choreographen.

Felix Marchand, geboren 1974, erhielt seine Ausbildung an der Erika Klütz Schule in Hamburg und am EDDC (European Dance Development Centre) in Arnhem (Niederlande). Mit seiner Companie Lupita Pulpo entwickelte er die Choreographien raw moments on the table und BOB eine Tanz-Performance-Serie, die an verschiedenen nationalen und internationalen Spielstädten gezeigt wurde.

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Männer tanzen

Ort
Ort 
Centre Français de Berlin

Müllerstr. 74 - 13349 Berlin
Kontakt 

Martin Nachbar
m.nachbarberlin.de

Centre Français de Berlin (CFB)
paquier [at] centre-francais.de

Programm 
Tanzgeschichten – Ein Tanz-Workshop für Menschen aller Altergruppen

Montag, 28. August & Dienstag, 29. August von 9 Uhr – ca. 14 Uhr  (jeweils 1 Tag) 

- Wenn Ihr Lust habt dabei zu sein, meldet Euch bitte bis 30. Juli an, bei: Julia Cozic, Centre Français de Berlin, T: 120 86 03 54, cozic [at] centre-francais.de -

Tanzerfahrung ist nicht nötig, dafür aber die Neugierde und Lust, Tanz anzuschauen, sich darüber auszutauschen und ihn selber auszuprobieren.

Wir frühstücken gemeinsam und schauen uns die Performance MÄNNER TANZEN an. Nach dem Stück beginnt der Tanz-Workshop. Er dauert ca. 2,5 Stunden.

– Der Unkostenbeitrag beträgt: 5 € –

 --> HIER <--  findet Ihr noch einmal alle wichtigen Info´s auf der Website Navigation Kulturelle Bildung.

Tagesablauf:

09.00 - 09.45 Uhr: gemeinsames Frühstuck mit Schüler*innen und Senior*innen, bei dem anfangs auch die beiden Tänzer anwesend sind. Grundidee ist es, eine entspannte Einführung über den persönlichen Kontakt unter den Zuschauern und zwischen diesen und den Tänzern zu ermöglichen. Es gibt eine Begrüßung und eventuell auch gemeinsame Spiele, aber anders als in einer thematischen Einführung soll hier nicht in das Stück eingeführt werden, sondern es sollen sich die Menschen in kurzen Begegnungen und Gesprächen näher kommen.

10.00 - 10.40 Uhr: Öffentliche Aufführung „Männer tanzen“

10.40 - 11.00 Uhr: kleine Pause, um sich kurz auszutoben, frische Luft zu schnappen, das Gesehene zu verdauen oder auch kurz zu vergessen, und um vom Theater in den Workshop-Raum zu gelangen. Die Jungen werden diese Zeit wahrscheinlich anders verbringen als die Alten. Für uns ist dies nicht nur eine praktische Pause, damit die Tänzer sich frisch machen können oder die Zuschauer vom Theater zum Workshop gelangen, sondern essentieller Bestandteil der Werkstatt, ein Freiraum, der den Übergang vom Stücksehen zum Verarbeiten gestattet.

11.00 - 13.00 Uhr: Workshop, in dem wir zunächst über körperliche Spiele bzw. Übungen, die sich an das gezeigte Stück anlehnen, zu einem nonverbalen Austausch kommen. Gerne mischen sich hier bereits die jungen mit den alten Zuschauern. In Paaren oder kleinen Gruppen kommt es dann zu Gesprächen zu eigenen Erfahrungen und Wünschen mit dem Tanzen. Diese Gespräche sind durch Fragen geleitet. Es folgen Spiele und Gesprächsformate, evtl. auch Showing- oder Erzählmomente in der großen Gruppe. Es  geht nicht primär um die Aufarbeitung des Stückes, sondern um die Ermöglichung individueller Bezugnahmen der Teilnehmer auf das Thema des Stückes.

Ab schließend: gemeinsames Mittagessen