Programmkoordination

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Die Programmkoordinatorinnen Kerstin Wiehe und Jennifer Aksu, Foto: Robert Eckstein

Programmkoordination Stadtkultur und Vernetzung

Mit der Programmkoordination Stadtkultur und Vernetzung initiiert und realisiert der Fachbereich Kunst und Kultur Mitte in Zusammenarbeit mit der Kulturmanagerin Kerstin Wiehe und der Urbanistin Jennifer Aksu kooperative Begegnungsformate, die nachhaltig das Verständnis für und die Wahrnehmung der vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft im Bezirk Mitte erweitern. Gemeinsam mit Kulturakteuren sowie Kulturinstitutionen und –initiativen stärkt und fördert es neue künstlerische und verbindende Prozesse. Die Formate umfassen eine Bandbreite an Begegnungen, Aktivitäten und Interessen, die einen großen Wissensschatz anhäufen: Von Feldforschung zur Bestands­aufnahme kultureller Strukturen und Angebote in den Stadträumen, einer mobilen Beratungs­plattform für interessierte Kulturakteure bis hin zu miKrORPROJEKTEN, die Künstler*innen, Kulturschaffenden sowie freien und öffentlichen Kulturinstitutionen den finanziellen Rahmen geben, kooperative, experi­men­telle und neue Formate  - gerne im Stadtraum - zu erproben. Das geteilte Wissen über die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Kunst- und Kulturschaffenden in Mitte aller Hintergründe wird Ende 2017 kartographisch erfasst, um diese mit dem Stadtraum des Bezirks und seinen Gegebenheiten in Verbindung zu setzen.

Formate der Programmkoordination

Mit dem Ziel, informelle und professionelle Begegnungen, Austausch von Wissen und Praxen, Kooperationen und Unbekanntes zu erforschen und zu ermöglichen, veranstalten die Programmkoordinatorinnen unterschiedliche Formate über das Jahr.

Pop-up Beratungsplattform

Wir folgen den sich ständig wandelnden Lebens- und Arbeitszentren künstlerischen Schaffens - bedingt durch sich verändernde urbane Strukturen und Bewegungen - und wandern mit der mobilen Beratungseinheit in diverse Räume kreativen Schaffens. Gewappnet mit Beratungsthemen, die an diesen Ort - und wahrscheinlich viele andere - gehören und dort verhandelt werden sollten. Jeder kann sich mit einem individuellen Beratungsbedarf für die zu Verfügung stehenden Beratungsslots im Vorfeld anmelden.

MACHT! ein Camp für Visionen, Egoismen und Werkzeuge

Genau in dem Moment, in dem sich Bedingungen für Kulturschaffende jedoch dramatisch verschlechtern, besinnt sich die Stadt auf ihre Künstlerinnen. Das ist im Prinzip willkommen zu heissen. Die Auffassung, wie Kunst zu fördern sei, steht bis jetzt jedoch im scharfem Gegensatz zu dem, was Künstlerinnen selbst als notwendig erachten.”, schreibt die Aktionsgruppe Haben und Brauchen in ihrem Manifest. Abgesehen von der ambivalenten öffentlichen, städtischen, bezirklichen Auffassung, wie Kunst und Kultur zu fördern sei, herrscht auch unter den unterschiedlichen Kunst- und Kulturschaffenden keine deutliche oder gemeinsame Position dazu, was Künstlerinnen und Kulturschaffende selbst als notwendig erachten, um sich eine positive Lebens- und Arbeitsperspektive zu sichern. Welche Ressourcen, Perspektiven, Handhabungen sehen Kunst- und Kulturschaffende als notwendig an, um ihre Lebens- und Arbeitsrealität auf kurze und lange Sicht hin zukunftsfähig zu fördern - im und vom Bezirk Mitte? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen wir in dem 2tägigen Sommercamp im Juli 2016 nach. Mitten in Berlin, unter freiem Himmel und in konzentrierter Atmosphäre - denn wir waren in Klausur. Wir lebten, arbeiteten und feierten für diese Zeit in der Klosterruine des Franziskaner Klosters.

FRÜHSTÜCKS FERN SEHEN

Der wiederkehrende Salon widmet sich im Gespräch mit wechselnden Gästen Fragen der Kunst- und Kultursphäre in Mitte. Live vor Ort mit toller Aussicht, Kaffee & Croissants – und als Podcast zum Nach-hören und vorstellen. Nach und nach entsteht das facettenreiche Portrait eines vielschichtigen Bezirks und seiner möglichen Zukünfte.

https://voicerepublic.com/users/fruhstucks-fern-sehen

Meet’nGreet

Persönliches Kennenlernen ist eine zentrale vertrauensbildende Maßnahme um in Zukunft kooperativ und partnerschaftlich arbeiten zu können. Dafür nehmen wir uns Zeit. Wir treffen so viele Künstler*innen und Kulturschaffende an ihren Lebens- und Arbeitsorten wie möglich, um vor allem eins: zuzuhören. Was Jeanne van Heeswijk radikales Zuhören nennt, trifft immer auf Interesse und ein großes Mitteilungsbedürfnis. So sammeln wir Perspektiven und Wünsche, Kritik und Anregung, die unsere Arbeit nachhaltig informiert und ausrichtet.

Zum Selbstverständnis der Programmkoordinatorinnen

Ergebnisoffen zu arbeiten macht Wege und Ideen möglich und generiert Verstehen und Offenheit

Voneinander und miteinander lernen und gemeinsames Erleben von zukunftsweisenden Strategien generieren sind grundlegende Maxime unserer VISION und des KONZEPTIONELLEN ANSATZES für die Programmkoordination Stadtkultur und Vernetzung im vielfältigen und differenten Bezirk Mitte.

Wir - das sind die Kulturmanagerin Kerstin Wiehe und die Urbanistin Jennifer Aksu:

Kerstin Wiehe betreute bereits zahlreiche Kultur- und Netzwerkprojekte wie beispielsweise seit 2002 die Reihe „QuerKlang – Experimentelles Komponieren in der Schule“ in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste und die „Magistrale Potsdamer Straße“ oder auch Netzwerkprojekte an der Schnittstelle von Bildung, Kultur und Stadtentwicklung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind weiterhin die Initiierung und Moderation von Vernetzungs-, Denk- und strukturellen Prozessen und Projekten. Sie forscht und arbeitet zum Thema experimentelle Lernformen und neue Formen des Lernens und Lehrens in Anlehnung an künstlerische Praxis.

Jennifer Aksu, Gründerin der Künstlergruppe Invisible Playground, arbeitet für und in Städten mit Beziehungsproblemen. Sie entwickelt Formate und Prozesse, in denen sich die unterschiedlichen Akteure einer Stadt auf Augenhöhe begegnen können – um Bedürfnisse der anderen kennenzulernen und zu verstehen, wie man sich gegenseitig den Alltag unerträglich und trist gestalten kann – und wie man dem entgeht. In ihren Projekten und Formaten steht dabei das Experiment und der Mut für gemeinschaftliche Prozesse im Vordergrund. Sie ist Produktionsleiterin in künstlerischen und urbanistischen Projekten, leitet Teams an und unterrichtet an unterschiedlichen Hochschulen. Jennifer lebt und arbeitet als freie Urbanistin auf einer Insel mitten in Berlin und der Welt.

Im Oktober 2015 übernahmen wir gemeinsam die Ko­ordination der Stadtkultur in Berlin-Mitte. Im Fokus unserer gemeinsamen Arbeit steht die Sicht­barmachung kultureller Struk­turen im Bezirk Mitte wie auch die Stärkung künstlerischen Handelns im Stadtraum: Von Feldforschung zur Bestands­aufnahme (im)materieller Ressourcen und Angebote in den Stadträumen, einer mobilen Beratungs­plattform für interessierte Kulturakteure bis hin zu miKrOPROJEKTEN, die Künstler*innen sowie Kulturinstitutionen den finanziellen Rahmen geben, kooperative, experi­men­telle und neue Formate im Stadtraum zu erproben.

Unser ZIEL ist es, den Aufbau, die Stärkung und die Weiterentwicklung von Beziehungen von Kunst- und Kulturschaffenden aller Genres und aller verschiedenen strukturellen und finanziellen Voraussetzungen in Mitte zu ermöglichen. Unser Konzept ist Impuls, Plattform, Beratung und Erprobung eines nachhaltigen gegenseitigen Verständnisses, das wegweisend für weitere Bezirke sein kann.

Hierbei stehen folgende ASPEKTE im Fokus unseres Gesamtkonzeptes: KOMMUNIKATION - wir arbeiten und von innen nach außen vor und generieren Erkenntnisse, die ein Gegenseitiges Verständnis für Möglichkeiten und Unterschiede, für Ressourcen und Wertschätzung ermöglichen. ZUSAMMENARBEIT - wie verstehen die Stadt als Ergebnis von Ko-Produktion vieler Akteure. Dieses Verständnis möchten wir bei allen Akteur*innen verankern und als Chance vermitteln gemeinsam Rahmenbedingungen für Veränderung und Zukunft zu definieren und umzusetzen. Auch möchten wir Türen und Gedankenräume für kreative gemeinsame Prozesse öffnen und Ressourcen sichtbar und greifbar für alle machen.  EMPOWERMENT - wir möchten Handwerkszeug einerseits, Beratung und Ebenen der Ermöglichung andererseits sichtbar und für die Akteur*innen nutzbar machen. Denn: Die Zukunft ist selbst-organisiert! Wir können uns nicht darauf verlassen, dass andere unsere Visionen und Ideen umsetzen sondern wir wollen und müssen dies selber tun!

Unser Prozess, der für uns und hoffentlich viele weitere Akteur*innen ein gemeinsamer Lernprozess ist, generiert hierbei Wissen und versucht dies sichtbar zu machen und weiter zu geben. Natürlich ist ein solcher Prozess nicht in zwei Jahren abgeschlossen, sondern wir setzen Anker, entwickeln Werkzeuge und Bausteine und hinterlassen Zeichen und Ideen, die von den wachsenden und wechselnden und sehr unterschiedlichen Akteur*innen genommen und weiterentwickelt werden können. WIr lassen uns dabei gerne von euch und uns überraschen!

Das Projekt "Programmkoordination für Stadtkultur und Vernetzung“ wird gefördert durch die Europäische Union und das Land Berlin im Rahmen des Programms „Zukunftsinitiative Stadtteil (II), Teilprogramm „Soziale Stadt“.

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Kontakt 

Kerstin Wiehe 
wiehe [at] kultkom.de

Jennifer Aksu
aksu [at] kultkom.de

k&k kultkom
Crellestr. 22
10827 Berlin

Tel. +49-30-78 70 33 50
Fax. +49-30-78 70 33 52