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Monat der Kunst am Bau 2026: Gesellschaftliches Gut oder Ästhetisches Beiwerk – Kunst am Bau zwischen Potenzial und Preisgabe

In Berlin entsteht derzeit in großem Umfang Kunst, u.a. im Zuge der Berliner Schulbauoffensive. Was heute geplant, produziert und installiert wird, ist morgen Teil des gebauten Bestands. Doch was „passiert“ mit den Werken, nachdem sie eingeweiht und den Nutzenden überlassen werden?

Die Abschlussveranstaltung zum Monat der Kunst am Bau nimmt den Moment des Öffentlich-Werdens zum Anlass, den Status Quo dieser besonderen Kunstform zu diskutieren und nach ihren Potenzialen zu fragen:

Welche Gründe haben Künstler*innen, sich auf die spezifischen Anforderungen und Restriktionen von Kunst am Bau-Aufträgen einzulassen – oder auch nicht? Was bedeutet es für die Sichtbarkeit von Kunst, für deren Wertschätzung und Vermittlung, wenn diese in öffentliches Eigentum von Schulen und Straßen- und Grünflächenämter o.ä. übertragen werden, welche dann für ihre Pflege zuständig sind? Könnte oder sollte diese ‚unsichtbare‘ Sammlung, die neben ihrem materiellen Wert auch als kulturgeschichtliches Gedächtnis der Stadt Berlin fungiert, über ihren täglichen Nutzer*innenkreis hinaus zugänglich gemacht werden, und wenn ja, wie?

Im Gespräch mit Gäst*innen aus Kunstproduktion und -vermittlung richtet die Kuratorin Ellen Blumenstein den Blick auf die Potenziale – und Tücken – des Genres.

Die Veranstaltung ist eine Einladung, Kunst am Bau vor dem Hintergrund des demokratischen Bekenntnisses zu Kunst und Kultur als öffentlichem Gut zu diskutieren und gleichermaßen ihr gesellschaftskritisches Potenzial offen zu befragen.

Mit Dr. Thomas Köhler (Direktor der Berlinischen Galerie), Judith Laub (Sachgebietsleitung Stadtkultur / Bezirksamt Mitte von Berlin), Alona Rodeh (Künstlerin), Dr. Barbara Steiner (Direktorin und Vorständin der Stiftung Bauhaus Dessau), Heiko Wichert (Haus der Jugend Mitte/Stiftung SPI)

Begrüßung durch Stefanie Remlinger (Schirmherrin und Bezirksbürgermeisterin )

Moderation: Ellen Blumenstein (Kuratorin)

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