eine ortsspezifische Installation von Nazanin Noori für die Klosterruine Berlin, die den historischen Raum des ehemaligen Sakralbaus in Beziehung zu Fragen religiöser Zugehörigkeit, Machtstrukturen, öffentlicher Wahrnehmung und unterschiedlichen Vorstellungen des Göttlichen setzt. Als Relikt eines Sakralbaus verweist die Klosterruine auf politische und soziale Strukturen, die historisch aus religiösen Organisationsformen hervorgegangen sind: Über Jahrhunderte war das Berliner Franziskanerkloster ein Raum, in dem die spirituelle Praxis sowohl in ihren ästhetischen wie auch performativen Ausprägungen eng mit der städtischen Ordnung und politischer Autorität verwoben war. Zugleich steht die Ruine für eine Geschichte wiederholter Zerstörung und Transformation.