Die Welt sieht zurück beschreibt eine Verschiebung: Nicht nur wir schauen, unser Blick wird auch erwidert. Bilder, Zeug*innenschaft, Körper sowie individueller und kollektiver Ausdruck schaffen Formen der Wahrnehmung, in denen die Welt reagiert und antwortet. Der Blick bleibt dabei nicht ruhig, sondern wird instabil. Gezeigt werden Kurzfilme zwischen Experimentalfilm, Tanzfilm, Dokumentarfilm und künstlerischer Filmarbeit.
Sie erzählen von Protest und Alltag, Erinnerungskultur und institutioneller Macht, Erfahrungen und Stimmen aus Schwarzen, feministischen, indigenen, diasporischen und dekolonialen Perspektiven. Hier werden Widerstand und Geschichte(n) spürbar, ohne sich eindeutig festschreiben zu lassen.
Die Klosterruine als historischer Ort, die Installation und ihre vielfältigen Schichten bilden einen Resonanzraum, in dem die filmischen Arbeiten aufeinandertreffen und miteinander sowie mit dem Publikum in Beziehung treten. Im Zentrum steht die Frage, wie wir blicken – und was dabei mit uns passiert. Was bleibt, was verändert sich? Wer schaut, wer erzählt, und wer wird sichtbar? Das Kurzfilmprogramm macht erfahrbar: Was wir sehen, wirkt weiter – in unserer Wahrnehmung und darin, wie wir die Welt lesen.
Das Filmprogramm wird kuratiert von Canan Turan.
Klosterruine
Klosterstraße 73a
10179 Berlin