Institutions Extended

Unter dem Motto „Institutions extended“ macht sich ab Oktober 2019 die Künstlerin Marina Naprushkina für zweieinhalb Jahre zur Aufgabe, bestehende Institutionen und Ausstellungsformate zu öffnen und den Austausch mit der Öffentlichkeit im Sinne eines Publikums zu fördern. Die künstlerische und kulturelle Vielfalt und Angebote im Bezirk
Mitte sollen dabei sichtbarer gemacht und ein Bewusstsein hierfür bei den Stadtbewohner*innen gestärkt werden. Das Programm wird Veranstaltungen unterschiedlicher Formate
wie Tanz, Lesung, Theater oder auch experimentelle Projekte umfassen. Ergänzt werden diese mit monatlichen Portraits im Magazin der Plattform www.kultur-mitte.de/magazin

Monika Rinck im Gespräch mit Nicholas Grindell, Donna Stonecipher, Annett Gröschner, Lukas Matthaei,

6. Februar, 19 Uhr / via Zoom

 

Stadt im Kopf

Stadt im Kopf INSTITUTIONS EXTENDED

Stadt im Kopf war eine kleine Reihe, die Monika Rinck im Jahr 2020 für das Online-Magazin kultur-mitte.de kuratiert hat. Mit dabei waren der Experte für Tierskulptur und Übersetzer Nicholas Grindell, die Dichterin und Stadttheoretikerin Donna Stonecipher, die Autorin, Stadthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin Annett Gröschner und der Theatermacher Lukas Matthaei. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie ganz eigene Perspektiven auf den Stadtraum einnehmen und für ihre Arbeit produktiv machen. Im Einzelnen: Nicholas Grindell beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit einem gutrecherchierten Wegweiser zu den Berliner Tierskulpturen. Donna Stonecipher, die sich mit dem Zusammenhang von Prosagedicht und moderner Stadt auseinandergesetzt hat, arbeitet nun an einem neuen Buch über Ornament am Beispiel der Berliner Stuckfassaden. Annett Gröschner hat gerade den Berliner Kunstpreis erhalten. Ob es Berliner Wasserstraßen sind oder
die Berliner Frauenbewegung in Ost und West, ob es um Berlin zu Zeiten der Cholera und Hegels Todesumstände geht, um die Linie IV oder Kleingartenkolonie Parzelle Paradies – Annett Gröschner ist eine unermüdliche Chronistin der Stadt, ihrer Geschichte, ihrer Veränderung und natürlich ihrer Bewohner:innen. Der Theatermacher Lukas Matthaei und sein Team haben sich in diesem Jahr mit dem Barock und dem sumpfigen Berliner Untergrund befasst, im Rahmen einer interdisziplinären Performance „Die Sumpfgeborene“, die ihr Publikum zu szenischen Entdeckungsreisen an die Ränder der Stadt eingeladen hat. Wie hat sich die Stadt verändert? Wie wird sie sich verändern?
Wir freuen uns sehr, dass dieses eigensinnige und erfindungsreiche Stadtquartett sich am 6. Februar via Zoom unter der Moderation von Monika Rinck zu einem Gespräch zusammenfinden wird.

Online Zugang: https://zoom.us/j/96178365532? pwd=RVQ0M09QN08reUhhcUlCUEFLa1dsZz09 Meeting ID: 961 7836 5532 Passcode: 676624 заборы –

eingeladen von Nadira Husain und Marina Naprushkina
Ausstellung und Online-Eröffnung am 21. November , 19 bis 20:30 Uhr
Zoom Link: https://zoom.us/j/98717524806?pwd=RXdjeER3c1JzUk56R2tUVVhkY3Fudz09Meeting ID: 987 1752 4806
Passcode: 537234

19.00 Uhr: Einlass
19:10 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Vera Varlamova und Nadira Husain
19:30 Uhr: Performance: Poems von Vera Varlamova
20 Uhr: Gespräch und Austausch mit Vera Varlamova und Nadira Husain

Друзья детства
Вырастают
А я
Нет

Childhood friends
grow up
but not
me

Die Idee des Projektes ist, keine fertige künstlerische Produktion zu präsentieren, sondern dem Publikum einen Einblick in die künstlerische Produktion zu geben. Wir laden unsere Gäste zum Austausch ein, da eine offene Vorgehensweise mehr Input für die Künstlerin und auch die Gäste bringen kann.

Vera Varlamova, Künstlerin, arbeitet mit Video, Fotos und Texten. 2019 hat Varlamova das Programm der *FoundationClass an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee absolviert und studiert Kunst an der Städelschule Frankfurt am Main in der Klasse Judith Hopf.

Nadira Husain: Künstlerin, arbeitet in Berlin, Paris und Hyderabad/Indien. In ihrer Arbeit hinterfragt sie kulturell bedingte oder geschlechtsspezifische Rollenbilder, setzt sich mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Tradition und Emanzipation, sowie mit (Darstellungs-) Konventionen und den damit verbundenen Zuschreibungen und Bedingung auseinander.

Nadira Husain ist Dozentin in der *FoundationClass an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Die Ausstellung findet statt im Atelierraum von Marina Naprushkina. Der Raum in der Wilsnacker Straße 62 in Berlin wird installativ bespielt. Die Veranstaltung findet online-statt.

 

Institutions Extended

Institutions Extended, Atelier Solidaritaet

OPEN CALL/ Atelier Solidarität: ONLINE-Speed-Dating für das Zusammen-Nutzen von Arbeitsräumen in Literatur und Kunst am 28. November 2020 Liebe Literatur- und Kunstschaffende, wir laden euch herzlich ein, an einem Online-Speed-Dating teilzunehmen.

Unser Ziel ist die vorhandenen Arbeitsräume zu teilen und durch solidarisches Miteinander das Raumproblem der freien Szene anzugehen. Für jede*n kreativ Arbeitenden kommt irgendwann der Punkt, an dem ein vielversprechendes Projekt an fehlenden Ressourcen zu scheitern droht: Es gibt zu wenig bezahlbare Arbeitsräume für Kunst- und Kulturschaffende in Berlin und auch der Verdienst aus künstlerischer Tätigkeit reicht selten für den Lebensunterhalt. In Zeiten der Pandemie hat sich die Lage dramatisch zugespitzt.

Vielleicht ist ein Teil der Lösung die geschicktere Verteilung der Ressourcen:

Bist du eine Autorin, die einen Raum sucht, in dem du in den Abendstunden schreiben kannst, oder ein Künstler, der bei Tageslicht arbeitet und die Ateliermiete nur mit Mühe stemmen kann und sich über eine Mitmieterin freuen würde? Für einen Pilotversuch suchen wir nun interessierte Kunst und Literaturschaffende, die sich an dem Abend einbringen möchten: Entweder mit einem Raum, den sie bereits haben und teilen möchten, oder ihrem Raumbedarf.

Die Veranstaltung findet Online statt am 28. November 2020 um 19 Uhr. Die Anmeldung für die Teilnahme bis zum 20. November 2020 unter

Konzept und Umsetzung:
Rike Horb (Künstlerin), Alexander Lehnert (Kulturvermittler und Stadtbilderklärer),
Marina Naprushkina (Künstlerin)

No Place like Home

No Place like Home, Bild Edoardo Micheli

Sonntag, 20. September / Panke, Gerichtsstraße 23, 13347 Berlin
15:00 / 17:00 / 19:00 Uhr

Edoardo Micheli | Komposition, Klangregie
Miriam Wahdat | Performance, Stimme
Fatih Ermete | Oud

Für zwei Performer*innen, Oud, Stimme, Gegenstände und Live Electronic.

Eine Klangperformance über imaginäre Heimaten, irreführende Erinnerungen, unmögliche Rückreisen, Schiffbrüche auf hoher See, sowie das Gefühl, überall fremd zu sein. „No place like home“ ist ein Projekt aus dem Open Call „take the space“, Programm „institutions extended“.