Pilotprojekt am Hansaplatz

Kunst im öffentlichen Raum ist eine weitreichende und vielpraktizierte Form, Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für den Stadtraum zu erlangen. Die Stadt wiederum nutzt mitunter Kunstprojekte für ihr Stadtmarketing oder hofft durch diese auf Lösungen für städtebauliche oder soziale Problemlagen. Vor diesem Hintergrund stellen sich die Fragen:
Was ist die aktuelle Situation von Kunst im Stadtraum? Was sind gegenwärtige Erscheinungsformen der urbanen Künste? Welche Potenziale besitzen sie? Was sind geeignete Strukturen, Formen und Vermittlungsmethoden zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum?


Geleitet von diesen Fragestellungen setzt der Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamts Mitte von Berlin auf Empfehlung des Beratungsausschusses Kunst (BAK) der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kunst im Stadtraum und am Bau der Senatsverwaltung für Kultur und Europa ein Pilotprojekt für Kunst im Stadtraum um (2018–19). Mit der künstlerischen Projektleitung wurde Elke Falat betraut. Das Hansaviertel wurde als „Stadt von morgen“ in den 1950er Jahren konzipiert und lädt vor dem Hintergrund dieses Projekts ein, diese Konzepte von damals auf Gültigkeit und Wirksamkeit zu überprüfen. Die übergeordneten Fragestellung hierzu stammen aus der Raumforschung: „Was machen Räume mit Menschen und Menschen mit Räumen?“ (Prof Dr. Jürgen Hasse).

Diese Frage soll auf die Komplexität des konkreten Ortes des Hansaplatzes und das Zusammenspiel der hier wirkenden Atmosphären, Raumkonstruktionen und Entwürfe gesellschaftlichen Zusammenlebens Anwendung finden. Dies schlägt sich zum einen in der Auswahl der Künstler*innen nieder, die zur Teilnahme an einem Kunstwettbewerb eingeladen wurden sowie in den Wettbewerbsbeiträgen der Künstler*innen Ulf Aminde, Esra Ersen, Folke Köbberling, Jan Köcherman und Kristina Leko & David Smithson, die durch das Preisgericht zur Realisierung empfohlen wurden. Zum anderen fanden projektbegleitend von Anfang an Gespräche und Foren auf dem Hansaplatz mit Anrainer*innen und an der Fragestellung Interessierten statt. Es wurde zum einen bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt über das Vorhaben und seine Hintergründe informiert und diskutiert sowie auch die Vertreter*innen des Hansaplatzes ausgewählt, die Teil des Preisgerichtes wurden. Während des Realisierungszeitraums bis September 2019 werden weitere Foren in loser Abfolge stattfinden, die den Entstehungsprozess der fünf temporären Arbeiten begleiten und reflektieren.

Hansaplatz — Kunst im Stadtraum Berlin (kunst-im-stadtraum.berlin)

 

 

Auslobung KISR Hansaplatz

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung

 

 

 


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