Zum Inhalt springen
Wettbewerb „Grundschule 48. Schule“

Wettbewerb „Grundschule 48. Schule“

Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive (BSO) – ein Modellvorhaben für die Beschleunigung von Schulneubauten – entsteht in der Chausseestraße, Ecke Boyenstraße ein Neubau für die Grundschule 48. Schule. Der Neubau ist für eine vierzügige Grundschule geplant, einschließlich Sporthalle und ungedeckten Sportflächen. Das Projekt unterteilt sich in den Neubau eines modularen Ergänzungsbaus (MEB), den Neubau des Schulgebäudes mit Sporthalle, den Umbau des Sportplatzes und die Außenanlagen der Schule. Die Entwürfe stammen von dem Architekturbüro Numrich Albrecht Klumpp (NAK) Architekten.

Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme 48. Schule lobt das Bezirksamt Mitte von Berlin in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen einen nichtoffenen, einphasigen anonymen Kunstwettbewerb aus. Diesem geht ein vorgeschaltetes Bewerbungsverfahren voraus zudem Künstlerinnen und Künstlergruppen sich über eine Online-Abgabe bis spätestens Freitag, 24. Januar 2020, 23:59 Uhr per E-Mail an bewerben können. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich freischaffende professionelle Künstlerinnen und Künstlergruppen mit Wohn- und/ oder Arbeitssitz in Berlin. Die Professionalität ist durch einen künstlerischen Lebenslauf, Ausstellungsverzeichnis und insgesamt drei aussagefähige Referenzen (Kunstwerke/ Entwürfe) nachzuweisen. Im Falle der erfolgreichen Bewerbung dürfen nur die in der Bewerbung genannten Personen am Kunstwettbewerb teilnehmen. Weitere Informationen finden sie in den Bewerbungsunterlagen.


Downloads

icon document

Bewerbungsverfahren Grundschule 48. Schule

Die Decken- und Wandinstallation bezieht ihre Inspiration aus Abbildungen von Sternkonstellationen und dem Universum. Das Hauptmaterial besteht aus handgeblasenem Glas. Die Formen sind amorph mit Tendenz zu Kreis und Kugel. Die Wände der Treppenkaskaden werden mit einem feinstrukturierten Karo-Muster bemalt, das sich lose an Kartographien orientiert und der Fläche eine farbige Textur verleiht die durch Kreisformen erweitert wird.

“Zu den Sternen” von Jorn Ebner

Entwurf, 1. Nachrücker

Wie ein begehbares Tableau erstreckt sich die motivische Gestaltung über alle
Geschosse des kaskadenartigen Treppenraums. Sie ist gedacht als gestaffelte Collage von 14 Metallobjekten, die morgendliche Rituale der Kinder sowie charakteristische Besonderheiten des Unterrichtsprogramms der 48. Schule zu einem großen Erlebnisraum zusammenfügt. Komposition, Abstraktion, Farbe, Kontrast, Material, Dynamik, Fläche und Raumvolumen werden hier erforscht und erfahrbar gemacht.

“Ein perfekter Tag” Gloria Zein

Entwurf, 2. Nachrücker

Diese architektonische Gegebenheit und das Pflichtfach Eislauf, das Alleinstellungsmerkmal dieser Schule, bilden den Rahmen für die Metallskulptur Pirouette im Luftraum des Treppenhauses. Die höchste Kunstform im Eislauf ist die Pirouette, eine Figur, bei der sich die Eisläufer*in im Kreis dreht und dabei ständig die Blickrichtung ändert. Die Skulptur im Trichterförmigem Luftraum des Treppenhauses ahmt diese Geste nach und schwingt sich vom Podest des Eingangsbereiches durch alle Etagen in den Luftraum des Treppenhauses bis zur Decke, die an die Turnhalle grenzt. Durch das Ersteigen der Treppen und Umschreiten der Ballustraden ändert sich immer wieder auch der Blick auf die Skulptur.

“Pirouette” von Tom Früchtl

Wettbewerbsentwurf

Mitten in der 48. Grundschule werden die Besucher*innen zu Statis*innen und vielleicht sogar Held*innen einer Graphic Novel, welche sich in der Fließenarbeit als loses Netz miteinander verwobener Mini-Anekdoten über ihnen ausbreitet. Absrakte Ellipsen, fgurative Hände und die Rhetorik wissenschaflich-technischer Zeichnungen werden zunächst formal und durch unterschiedliche Materialbearbeitung als Motivebenen klar aufgetrennt, um dann kompositorisch in Interaktion gebracht zu werden. Die zentrale Treppe, wird mit dieser Arbeit zur begehbaren Kulisse. Sie erschließt sich nach und nach im Rhythmus der Architektur, doch wird gleichsam auf gesalterischer Ebene seiner baulich linearen Struktur beraubt

“Schritt für Schritt” von Lars Karl Becker

Wettbewerbsentwurf

SCHAUplatz ist in erster Linie eine Bühne. Die Arbeit nutzt die vorhandene architektonische Situation, erweitert sie und öffnet den Raum für Schüler*innen ihn mit eigenen Mitteln weiter zu gestalten. So entsteht ein partizipatives Bühnenbild. Die Architektur wird weiterentwickelt und zu imaginären, weiteren
Räumen geöffnet. Im Erdgeschoss bietet sie den Schüler*innen eine Fläche an, auf der sie eigene Zeichnungen realisieren und so die Bühne immer wieder neu gestalten können. Schauplatz kann zur Bühne für die täglichen Abläufe in der Schule werden, oder sie kann auch als tatsächliche zweite Bühne für Veranstaltungen benutzt werden.

“Schauplatz” von Nika Radić

Wettbewerbsentwurf

Die räumlichen Qualitäten des selbstbewussten Baukörpers ruft bei der Künstlerin die Assoziation eines gigantischen Trichters hervor, der Eindrücke aus der Umgebung mit Bildung, Spass, Kunst, Sport, Diversität und Austausch zusammen bringt und durchmischt. Durch die installative Malerei, direkt auf vorhandene Wände aufgetragene Farbflächen, greifen in die Situation ein und erweitert die Architektur mit dem Medium Farbe. Die Arbeit setzt Farbe in Referenz zum Aussenraum und schaffe dadurch ruhige und aktive Bereiche. in den unteren Geschossen werden dunkle Farben genutzt, die eine starke räumliche Wirkung bei Kunstlicht entfalten. Der Obere Teil der Treppe ist heller und motiviert zum Aufstieg nach oben.

Puck” von Anja Gerecke

Wettbewerbsentwurf

Die installatibe Arbeit referenziert Pflanzen als eine Geste des Wachstums, der Erneuerung, der Verbindung und der Vielfalt. An den Wänden der zentralen Treppe der Schule vermitteln bemalte Metallskulpturen ein Gefühl von Licht, Farbe und organischem Spiel. Sie ergänzen die Dynamik des zentralen Treppenraums. Auch betonen sie die poröse Beziehung des Gebäudes zur Umgebung: die Formen der Skulpturen basieren auf den Blattformen der lokal wachsenden Vegetation und stellen eine Momentaufnahme des eklektischen Artenmixes zum Zeitpunkt der Errichtung dar.

“Farbenlaub” von Withöfft und LaTourelle

Wettbewerbsentwurf

Die Buchstaben des Alphabets, die Zahlen von Null bis Neun und die Satzzeichen – in dieser Folge von unten nach oben gestapelt – bilden aneinanderstoßend ein Netzwerk, das sich über die vier Wandflächen des Treppenhauses verteilt. Die Zeichen drehen und türmen sich, füllen die ganze Wandfläche. Nur im obersten Segment bleibt eine freie blaue Fläche.

Das silberfarbene Netz aus Zeichen und die farbigen Binnen- und Zwischenräume sind deutlich voneinander unterschieden. In den Zwischenräumen entfaltet sich eine chromatische Vielfalt aus insgesamt 65 unterschiedlichen Farben. Jede einzelne Farbfläche besteht für sich als monochrom gemalte Fläche. Die metallische Aluminiumfarbe reflektiert dagegen das Licht und die Farben des Raumes.

Alphagramm” von Hansjörg Schneider”


Teilen